Bedeichung

Die Halbinsel Eiderstedt bestand seit dem Mittelalter aus den 3 Harden Eyderstede, Everschop und Utholm, die seit der frühen Neuzeit auch als „Dreilande“ bezeichnet werden. Harden bildeten, ähnlich wie heute die Gemeinden und Kreise, eine administrative Einteilung des Dänischen Reichen.

Im Westen der heutigen Halbinsel trennten die Prielströme der Süderhever und des Fallstiefs bis in das Mittelalter bzw. in den Beginn der frühen Neuzeit die Inseln Utholm und Westerhever von Eyderstede und Everschop.

In west-östlicher Richtung durchzog ein Sandwallsystem die Halbinsel, südlich schloss sich mit Eiderstede ein stabilies Marschengebiet an, während der nördliche Teil der Halbinsel im Mittelalter mit Prielen durchzogen war.

Eiderstedt Bedeichung bis 1300
Eiderstedt Bedeichung bis 1450

Westerdeich

Das Luftbild zeigt eine Deichbruchstelle im Westerdeich. Oben im Bild der Tümlauer Koog, unten der Holmkoog. Bis zur Fertigstellung des Westerdeiches um 1450 floss hier das Fallstief, ein mächtiger mittelalterlicher Priel.

Luftfoto: Walter Raabe

Eindeichung Holmkoog durch den Westerdeich um 1450.
Eindeichung Tümlauerkoog durch den heutigen Seedeich im Jahr 1936.

Bis zur Eindeichung des Tümlauerkooges hat die Nordsee jahrhundertelang Sedimente angeschwemmt und abgelagert. Der Tümlauerkoog liegt so um Meter höher als der Holmkoog. Die Struktur des ehemaligen Fallstief ist nur noch im Holmkoog zu erkennen.

Deichbruchstelle im Westerdeich
Westerdeich. Foto: Tom

Eiderstedter Kööge